Was ist Moringa Oleifera?

Moringa ist die einzige Pflanzengattung der monogenerischen Familie der Bennussgewächse (Moringaceae). Der botanische Name der Gattung stammt von der indischen Malabar Region. Die gebräuchliche Bezeichnung für die Art Moringa oleifera ist dort „Moringo“.

Der deutsche Name Meerrettichbaum leitet sich ebenso wie der englische „Horseradish Tree“ vom Gehalt an Senfölglykosiden ab, die dazu führen, dass die Wurzeln wie Meerrettich riechen. Der Begriff Behennuss leitet sich davon ab, dass aus den Samen das Behenöl, ein hochstabiles Schmieröl, gewonnen wurde.

Der Baum „Moringa oleifera“ stammt ursprünglich aus Indien, wo er am Fuße des Himalayagebirges wächst. In den Veden (Heilige Schriften des Hinduismus) wurde bereits vor 5000 Jahren über Moringa berichtet. In Gebieten von Thailand, Indien, Sri Lanka, Java und Afrika werden Pflanzenteile schon seit Jahrhunderten für  Mensch und Tier eingesetzt.

Im Laufe der Zeit hat Moringa sich über mehrere Regionen der Erde verteilt, wo er inzwischen in vielen Ländern als Gemüsepflanze angebaut wird. Moringa hat die Fähigkeit sich an seine Umgebung anzupassen, deswegen kann er auch in sehr trockenen Gebieten gedeihen was ihm auch die Bezeichnung „Never dead“ verliehen hat. Die bekannteste Art der 13  Moringa Gattungen ist Moringa oleifera.

Weltweit werden schon seit mehr als 20 Jahren in vielen wissenschaftlichen Forschungsprojekten die Vorteile für Mensch, Tier und Pflanze untersucht und bestätigt. Alle Wissenschaftler sind sich einig, dass Moringa oleifera uns aufzeigt, wie wenig wir noch von unserer Erde wissen.

Der schnellwüchsige Baum erreicht im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 m. „Alle“ Teile des Baumes sind nutzbar. In den Ländern, in denen Moringa wächst, haben die Menschen schon lange die positiven Eigenschaften von Moringa entdeckt und angewandt.

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cache_46590329Die Blätter des Moringabaumes können roh als Salat oder gekocht als Gemüse, Soßen oder Suppen gegessen werden. Die zarten Blätter schmecken ähnlich wie Brunnenkresse. Als getrocknetes Blattpulver eignet es sich hervorragend als Gewürz, dass Speisen oder Getränken als wertvolle, geschmackgebende Nahrungsergänzung zugefügt werden kann.  Die Sprossen haben den Geschmack und die Schärfe von Rettich und können pur gegessen oder zum Würzen genommen werden.

moringablueteDie 2 bis 3 cm große Blüten sind wohlriechend (ähnlich wie Veilchen), von cremig-weißer Farbe mit gelben Punkten an der Basis und blühen schon nach wenigen Monaten der Anpflanzung das ganze Jahr über. Sehr beliebt bei Bienenzüchter. In Salaten untergemischt verleihen sie diesem einen „Pilzartigen“ leckeren beigeschmack.

Die reifen Früchte sind etwa 2 cm breite gerippte Kapselncache_3574095 mit einer Länge von 25 bis 45cm, weshalb Moringa auch im englischen  „Drumstick Tree“ genannt wird. Wenn die Früchte reif sind können die Samen entfernt werden.

Die Samen sind rundlich oder fast dreikantig und jeweils mit 3 Flügeln besetzt. Der Samen ist etwa so groß wie eine Erbse und kann gekocht oder geröstet werden. Die Moringasamen haben einen hohen Öl-Anteil aus ihnen wird eines der besten und stabilsten Pflanzenöle gepresst, dass sehr lange haltbar ist und nicht ranzig wird. Moringaöl hat einen höheren Hitzepunkt als Olivenöl. Das Moringaöl wird in der Kosmetikindustrie sehr begehrt. Durch die Eigenschaft, störende Körpergerüche zu eliminieren wurde es bei den Griechen hoch geschätzt. Der Presskuchen, der bei der Ölgewinnung übrig bleibt, ist reich an vielen wertvollen Inhaltsstoffen, wodurch dieser als Tiernahrung, Bodenverbesserer oder für die Wasserreinigung verwendet werden kann.

Forschungen haben entdeckt, dass die Samen zur Aufbereitung von Trinkwasser verwendet werden können – 0,2 Gramm Moringasamenpulver reichen, um 1 Liter Trinkwasser aufzubereiten. Dabei werden die Schwebstoffe und Bakterien durch das Samenpulver ausgeflockt und sinken so zu Boden. Weil Bakterien, Viren und Schimmel sich an den Schwebeteilchen anbinden, werden auch diese durch diesen Prozess abgetötet. Schadwirkung durch das Pulver auf den Menschen oder auf Fluss- und Zuchtfische kann durch eingehende Forschungen ausgeschlossen werden. In vielen Ballungsgebieten Afrikas reinigen Frauen in den Dörfern auf diese Weise mit Moringasamen ihr Wasser.
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